Catalogus Professorum Lipsiensis

von Ulf Morgenstern

Screenshot des Leipziger ProfessorenkatalogsWährend für eine Vielzahl deutscher Universitäten bereits – vorwiegend gedruckte – Professorenkataloge vorliegen, musste dies bisher für Leipzig als eine der drei großen deutschen Universitäten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als ausgesprochenes Desiderat gelten. Daher erstellt die Arbeitsgruppe Universitätsgeschichte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Leipzig den catalogus professorum lipsiensis.

Ziel des Vorhabens ist die möglichst vollständige Erfassung aller bio-bibliographischen Daten der habilitierten Angehörigen des Lehrkörpers der Universität Leipzig im 19. und 20. Jahrhundert. Von dem ursprünglichen Vorhaben, diese umfangreiche Datensammlung der Öffentlichkeit als „klassischen“ gedruckten Professorenkatalog zugänglich zu machen, wurde in Anbetracht der rasanten technischen Entwicklung abgesehen. Seit dem Jahr 2008 ist stattdessen der Leipziger Professorenkatalog, der inzwischen rund 1.500 biographische Einträge umfasst, online nutzbar. Dies bietet einerseits den Vorteil des nahezu unbegrenzten weltweiten Zugriffs, andererseits die Möglichkeit der laufenden Ergänzung und Vervollständigung des Datenmaterials. Den ganzen Beitrag lesen

Tagungsbericht: Jahrestagung der AG Geschichte und EDV 2009

von Kerstin Droß

Am 26. und 27. November 2009 traf die Arbeitsgemeinschaft Geschichte und EDV e.V. (AGE) nun bereits zum 15. Mal zu ihrer Jahrestagung zusammen. Veranstaltungsort war die Universität Trier.

Etwa 35 Mitglieder und Freunde der AGE sowie interessierte Studierende der Universität Trier trafen sich zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch über den Einsatz von EDV als Mittel von Forschung und Lehre in den Geschichtswissenschaften. Der Tradition der vorangegangenen Jahrestagungen folgend, bestand auch dieses Treffen aus zwei Teilen: einem anwendungsbezogenen Workshop und einer Vortragssektion zur Vorstellung neuer EDV-Projekte. Den ganzen Beitrag lesen

Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit

Verboten, diffamiert und verfolgt: Ernst Krenek, 1938 ausgewandert in die USA

Verboten, diffamiert und verfolgt: Ernst Krenek, 1938 ausgewandert in die USA

Das “Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit” (LexM) ist ein DFG-gefördertes Projekt am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg, in dessen Mittelpunkt biographische Forschung steht. Der Fokus liegt auf Lebenswegen von Musikern, die in den Jahren 1933-1945 der Verfolgung durch den NS-Staat ausgesetzt waren. Die rassistisch, kulturell oder politisch motivierte Verfolgung von Musikern bewirkte eine grundlegende Veränderung des deutschen Musiklebens. In den versammelten Biographien des LexM zeigt sich die kulturgeschichtliche Relevanz dieses Forschungsfeldes: Berufskarrieren wurden durch Entlassungen und Ausübungsverbote unterbunden; Vertreibung, Deportation, Inhaftierung, Folter und Mord waren weitere Maßnahmen des NS-Staates. Einige Musiker konnten ihre Tätigkeit im Ausland oder nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch in Deutschland wieder aufnehmen, jedoch veränderte die Verfolgung stets Schaffensprozess und Wirkungsbereich.

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